Lauter, greller, fester – Reizverstärker

Man sagt, dass etwa 10% aller Menschen in unserer westlichen Gesellschaft beim Sex auf stärkere Reize setzen (übrigens unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung). Deshalb beschäftigen wir uns hier mit Reizverstärkern.

Rasieren als Sex

Mag albern klingen, wenn man es noch nicht versucht hat, aber das Rasieren ist nicht nur sexy in der Konsequenz (nackte Haut, bessere und gepflegtere Optik, größere Wirkung), sondern verfügt an sich über einen gewissen Reiz. Du glaubst das nicht? Ausprobieren!

Schwanz und Eier nass machen (warmes Wasser ist geiler), ordentlich Rasierschaum drauf und einmassieren. Ah, jetzt beginnst du zu verstehen, was? Nun mit einem gewöhnlichen Nassrasierer (bewegliche Klinge besser als steife Einwegrasierer) schön langsam Sack und Schwanz freischaben. Lecker, was? Und wenn er dabei das Köpfchen reckt, weißt du ja, was er will.

Weniger lecker sind Bartschneider und Trockenrasierer. Zwar mag das Vibrieren erotisieren, aber die Haut da unten ist zu sensibel für die scharfen Scheren. Die Verletzungsgefahr ist hoch, und wenn man nicht gerade auf Blut steht, hat man wenig Vergnügen daran.

Cremes & Gels

Seit einiger Zeit sind Lubricants auf dem Markt, die durch Beimischung von Wirkstoffen spezielle Empfindungen auf dem Schwanz hervorrufen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf vorgetäuschten Temperaturempfindungen, so genannten wärmenden Effekten – die mein Schwanz gerne mal auch als kühlend wahrnimmt, was bei dem Dickschädel aber kein Wunder ist. Dieses überraschende Wärmegefühl führt vor allem dazu, dass sich deine Aufmerksamkeit auf deinen Schwanz fokussiert. Das Warming Lubricant von JO Systems ist sehr lecker. Hält deine Gurke noch Stunden danach warm und lässt sie wie ’ne Pfefferminzstange duften, beim Pinkeln riecht’s nach Tee. Auch mit Gags wird nicht gespart: Blow ’n Glow von Eros wärmt nicht nur, der Effekt wird durch Draufblasen – was beim Wichsen leicht fällt – sogar noch intensiviert (nett auch, wenn man zu zweit spielt). Dagegen setzt Frixon mit seinen Zusätzen aus Guarana, Ginseng, Yohimbe und Co. auf Erregungsverlängerung; der Hersteller wirbt mit den Worten: »die natürliche Alternative zu Viagra«. Es gibt auch Gleitmittel (Mr. Ease), die Muskeln entspannende Zusätze enthalten, damit das Geficktwerden besser (schmerzfrei) klappt, aber das ist beim Wichsen wenig hilfreich, es sei denn, du musst deinen heimlich gekauften Dildo mal schnell verstecken.

Wer beim Spielen keine Lust auf Schlabber hat, kann ja mal die Stimulationssprays von Excite ausprobieren. Stimul und Volume erhöhen die Durchblutung, der prickelnde Kalt/warm-Effekt macht die ganze Wichserei empfindlicher. Volume strafft zudem die Haut, und die Eichel scheint anzuschwellen (daher der Name). Die fettfreien Gels ziehen schnell ein, so gibt es keine Probleme, falls man doch überraschend ein Kondom anlegen muss (»Ach, Schatz, wieso kommst du heute früher nach Hause? Ich habe gar nicht mit dir gerechnet.«). Ebenso unproblematisch, falls plötzlich ein gieriges Kriechtier nach dem prallen Friedrich schnappt.

Wer das erst mal ausprobieren will, ohne zu investieren, kann bei der esoterisch angehauchten Schwester ätherische Öle räubern gehen: Zimt = heiß, Kampfer = eisig, Nelke betäubt … Bitte aber immer nur einen oder sehr wenige Tropfen in der Hand mit Gleitmittel vermischen, nie direkt auf den Schwanz – zumindest kannst du später nicht behaupten, dass ich dich nicht gewarnt hätte. Zur Not auch einfach mal ein Fischermans zerkauen und die Spucke auf den Schwanz rotzen. Yeepeeh! Am besten direkt ins Pissauge zielen – brennt es zu stark, bist du eindeutig zu schwach.

Vakuumpumpen

Den Schwanz vergrößern? Ein Traum, den ungefähr 70% aller Männer träumen. Mit Vakuumpumpen geht das, zumindest in Maßen. Aber sie machen noch mehr: nämlich geil. Und darum soll es hier gehen. Die Gewebeflüssigkeit, die in Schwanz und Eier hineingesaugt wird, macht die Genitalien zudem schwer und schwammig, ihre Sensibilität wird erhöht.

Rund um den Ansatz des Saugzylinders rasieren, um bessere Dichtigkeit zu gewährleisten. Am besten den gesamten Unterleib erwärmen, zumindest jedoch Schwanz und Eier, um die Durchblutung zu erhöhen, dann den ganzen Schwanz sowie den Zylinderrand mit reichlich Gleitmittel einschmieren (er reibt bei Ausdehnung am Zylinder), ansetzen und Luft absaugen.

Erst bläst sich der Schwanz auf die Größe auf, wie er sie sonst nur kurz vor dem Orgasmus erreicht. Dann öffnet sich das Pissloch, der Schwanz beginnt zu kribbeln. Die Vorhaut schwillt an (wenn man eine hat), ebenso das Gewebe am Schwanzansatz, was auf die Prostata (G-Punkt) drückt, Vorsaft austreibt und das berühmte Pumpers high auslöst. Weiterer Unterdruck verursacht, dass sich das Fleisch um das Pissloch hervorwölbt, Lymphflüssigkeit in die Vorhaut strömt, und sie extrem dick werden lässt.

Wichtig ist, die ganze Zeit in einem Zustand von 50% – 70% Erregung zu bleiben, damit die nötige Durchblutung gewährleistet ist. Pornomagazine oder Videos helfen dabei. Geile Kerle natürlich auch.

Wer seiner Nudel zu viel abverlangt, provoziert unschöne Schwellungen und blaue Flecke. Am Anfang solltest du ihn nicht länger als 30 Minuten mit der Pumpe malträtieren und lange Erholungspausen zwischen den Einsätzen einlegen.

Wichsen nach dem Aufpumpen ist zwar wahnsinnig geil, kann aber die ultradünnen Blutgefäße der Schwellkörper verletzen. Deshalb sollte man, wenn überhaupt mit hautberuhigender Lotion (Ringelblumen-, Arnikasalbe) vorsichtig nudeln.

Kaufberatung von Pumpen
• Kaufe eine Pumpe, die deiner Schwanzgröße angemessen ist. Schwellkörper sind keine Luftballons! Und vergiss nicht: Je größer der Zylinder, desto mehr Unterdruck muss aufgebaut werden.

• Billige Geräte sind einfacher verarbeitet, das bedeutet: geringe rer Unterdruck, Schweißnähte, Unhandlichkeit, mangelnde Haltbarkeit.

• Einhandbedienung ist leichter als Zweihandbedienung.

• Eine abnehmbare Pumpe erleichtert das Tragen des Zylinders.

• Kosten ab 25 Euro, aufwändige Maschinen auch für 200 Euro zu haben. Computerunterstützte Geräte mit Penisstrecker kosten ein Vielfaches davon.

• Sets mit Dildo und Cockring etc. sind erheblich günstiger als jedes Teil einzeln.

• Brauchst du es zu Vergrößerungszwecken, weil du unter einem zu kleinen Pimmel richtig leidest, sprich mit einem guten Urologen. Manchmal kommt sogar die Krankenkasse dafür auf.

Nippleplay

In anderen Artikeln sind wir schon darauf eingegangen, dass Brustwarzen wunderbare Schaltknöpfe der Lust darstellen, weil sie bei Reizung für Oxytozinausschüttung sorgen. Und das macht glücklich, wie man den Gesichtern von Müttern ansieht, die gerade säugen. Je härter das Spiel, desto mehr Hormone. Also los.

Zum einen kannst du auch deine Brustwarzen herrlich aufpumpen. Am einfachsten und billigsten mit Einwegspritzen. Nein, du kannst das Riechsalz ruhig stecken lassen, wir brauchen nur den Plastikteil der Spritzen und nicht die Kanülen. Die kriegst du von deinem guten Krankenpflegerfreund oder übers Internet.

Besorge sie im Durchmesser deines Warzenvorhofs (Übergang von roter zu weißer Haut). Säge das Vorderteil ab und feile es rund. Schmiere dann deine Titten mit Gleitmittel ein (sorgt für bessere Abdichtung), Spritze ansetzen und Kolben herausziehen, bis die gewünschte Dehnung erreicht ist. So kann man bequem längere Zeit in der Wohnung herumlaufen. Danach sind sie nicht nur ein gutes Stück größer, sondern maßlos empfindlich – Juhu!

Wäscheklammern finden hier beißenden Ansatz, der Biss ist aber nur umständlich zu regulieren, so dass sich die Anschaffung professioneller Nippleclips anbietet. Am besten gleich zu einem Paar greifen, das mit einer Kette verbunden ist (werden kann), damit man beim Solospiel beide Nippel gleichzeitig stimulieren kann, denn einfach nur zukneifen, ist wenig Glück versprechend.

Piercings sind für viele nur anfänglich ein Vergnügen. Später dienen sie allenfalls dazu, Gewichte dranzuhängen oder Anschlussstellen für Elektrospielzeuge abzugeben (siehe Artikel). Warum manche sich Wachs drübergießen, erkläre wir weiter unten. Und wenn dich das Gestreichel zu wenig antörnt, gerade aber keine Zähne zur Verfügung stehen, kannst du ja mal in der Werkzeugkiste nach einer Beißzange kramen – *jaul!* Extremisten legen sich Kastrationsringe (aus dem Veterinärhandel) an.

Hinternspiele

Der Arsch ist natürlich für mehr zu haben als für das schnöde Rein-Raus von Dildos oder Vibratoren. Dies im Einzelnen zu beschreiben, würde hier aber zu weit führen. Siehe dazu mehr im

Ungewöhnliches

Wenn dich Dinge erregen, die auf den ersten Blick mit Sex wenig zu tun haben, beispielsweise Materialien wie Duschvorhänge oder Samt (Schuhe, Kanaldeckel, Auspuffrohre), lass dich davon nicht weiter stören. Man nennt das »einen Fetisch haben«, und das ist nur dann schwierig, wenn andere oder du selbst dadurch zu Schaden kommen oder wenn du ohne diese Dinge nicht mehr geil werden kannst.

Das Gleiche gilt, falls du das Bedürfnis verspürst, beim Wichsen ungewöhnliche Dinge zu tun, z.B. dich als Krankenschwester zu verkleiden oder Windeln zu tragen. Das nennt man kinky. Hab keine Scham vor dir selbst, es gibt keinen Grund, dich deswegen sonderbar zu fühlen, sondern genieße »deine« Reize, aber vergiss dann beim Sex mit anderen nicht, dass manche vielleicht verstört reagieren. Mit extremen Vorlieben sollte man niemanden überraschen und schon gar nicht erwarten, dass andere davon ebenso erregt werden.

Autoerotische Erhängung
Was spätestens seit Six feet under zweifelhafte Berühmtheit erlangte, ist die Praxis, sich beim Wichsen die Luft abzuschnüren, weil mangelnde Sauerstoffzufuhr das Orgasmusgefühl verstärkt. Manche erreichen Meisterschaft darin, sich an Bettpfosten oder Fitnessgeräten aufzuhängen und sich dabei einen runterzuholen. Verhängnisvoll ist im wahrsten Sinn das Danach. Man muss nämlich eine Technik entwickeln, so dass sich die Aufhängung nach dem Orgasmus selbsttätig löst. Das führte nicht nur bei Six feet under zum vorzeitigen Ableben, auch berühmte Musiker und jede Menge unberühmter Menschen hat auf diese Weise das Zeitliche gesegnet (jährlich angeblich 100 Todesfälle). Und denk nur mal daran, wie dämlich du aussehen wirst, wenn man dich findet!

Deshalb hier keine Anleitung, sondern einzig die Empfehlung: Wenn du es ausprobieren willst, lass dich von jemandem würgen, der Erfahrung darin hat und dem du trauen kannst. Ansonsten: VERGISS ES!!!

CBT

CBT (Cock & Ball Torture = Schwanz- und Eierfolter) ist der Oberbegriff für eine Reihe von Schwanz- und Eierspielen, die ich hier auf CBP (Cock & Ball Play = Schwanz- und Eierspiele) dämpfen werde. CBP steht hoch im Kurs. Was, das glaubst du nicht? Nun, man muss sich ja nicht immer gleich vorstellen, dass die Dinger gegrillt werden. Obwohl…

Vorhaut
Vielen ist sie im Weg. Die Vorhaut wird hierzulande oft als hässlich abgestempelt und deshalb weggewünscht. Die beschnittenen Amis dagegen finden Vorhäute ganz toll, ja fetischisieren sie sogar. Anyway, wenn du deine noch hast, schätze dich glücklich, denn viele, deren Vorhaut komplett abgeschnitten wurde, können ohne Gleitmittel nicht mehr wichsen. Die rennen dann selbst in der Sauna mit ’ner Tube rum.

Du kannst deine Vorhaut beim Wichsen auch mal etwas härter zurückziehen, so dass es ein wenig schmerzt, oder auseinanderziehen. Manche binden sie zu, so dass sie beim Abspritzen aufgeblasen wird (vorausgesetzt, du schaffst es, ohne wichsen abzuspritzen, siehe persisch-indische Technik). Und wenn du zu den glücklichen Vorsaftproduzenten zählst, kannst du einen Finger unter deine Vorhaut schieben und auf dem geilen Glitsch herumschmieren und so die Eichel stimulieren. Trockenschwänze können natürlich Gleitmittel zu Hilfe nehmen.

Spanking
Zum Aufwärmen kannst du deinem bebenden Schwanz ja mal ein paar Seitenhiebe verpassen und schauen, wie sich das anfühlt. Oder mag er vielleicht lieber gezogen oder verdreht zu werden? Findet er brennende Hiebe lecker, solltest du mit Minipaddles (Art Fliegenklatschen aus Leder) nachlegen.

Harnröhrenfick
Entgegen des hartnäckigen Vorurteils ist die Harnröhre keineswegs eine Einbahnstraße, denn Einführen zählt auch vorne zu den großen Genüssen. Aber bitte mit Umsicht. Kein Holz (Splitter)! Kein Plastik (kann brechen)! Chirurgische Dilatoren (Dehner) – abgerundete, leicht gebogene Stäbe aus Stahl – sind in verschiedenen Durchmessern zu haben. Mit maximal fünf Millimetern anfangen, gut reinigen, Gleitmittel drauf und holla … laaaangsam einführen. Vergiss nicht, Schmiere nachzulegen! Eine »trockene« Harnröhre erfährt Reizungen, die bluten können, schmerzen und vernarben (was auch geil sein kann, aber nicht, wenn dein Ding operativ geöffnet werden muss). Besondere Vorsicht solltest du beim Durchschieben zur Blase (Schließmuskel) walten lassen – falls du überhaupt so weit kommst.

Natürlich kann man auch zum Katheter greifen: Gummi ist wärmer, biegsamer, die Dinger sind länger, und man kann Pisskontrollspiele folgen lassen. Zudem gibt es diesen kleinen Blasebalg zum Verankern des Katheters, den man natürlich auch schon aufblasen kann, bevor er… autsch! Ach ja, nach dem Harnröhrenfick brennt das Pinkeln meist ziemlich. Auch geil.

Harnröhrenvibrator
Eine nette Steigerung dieses Spiels erfährst du mit einem Harnröhrenvibrator (Durchmesser sechs Millimeter); dieses kleine Metallteil bringt nicht nur den Schwanz, sondern deinen ganzen Körper zum Beben. Garantiert!

Diabolo
Metallröhre, die durch das Loch eines Prinz-Albert-Piercings in der Harnröhre verankert wird. Ein geschlossener Deckel sorgt für Harnstau, ach wie schmerzlich. Und natürlich kann man eine Elektrode dranhängen (s. Elektro).

Ziehen
Eier sind eigentlich gar nicht so wahnsinnig empfindlich. Sie registrieren Druck und Zug – den man bis tief in die Bauchregion hinein spürt –, die restliche Galerie der Empfindungen wird vom Hodensack übernommen. Positiver Nebeneffekt von Eierspielen: die Aufmerksamkeit wird auf die Körpermitte gelenkt.

Streiche mit der Hand sanft, aber bestimmt am Sack entlang. Drücke die Eier vorsichtig und ziehe an ihnen, je nach Stellung auch zwischen den Beinen hindurch nach hinten. Vielleicht ist es dir sogar angenehm, den Sack zu verdrehen. Aber Vorsicht, eine Hodentorsion (krankhafte Verdrehung eines Eis) ist extrem schmerzhaft, sogar lebensgefährlich.

Schlagen
Eier kann man sanft schlagen, etwa mit einem Stift oder Lederpaddles, die es mittlerweile als Schlüsselanhänger gibt. Eine schlagfertige Hand tut’s natürlich auch. Für größere Gehänge eignet sich eine Fliegenklatsche.

Baseballschläger
Reibung erzeugt Wärme: Nimm den Sack wie den Knauf eines Baseballschlägers in die Hand und reibe dann mit dem Zipfel deines Hemdes oder – falls verfügbar – mit der weichen Seite eines Klettverschlusses darüber. Kitzeln (mit Federn und dergleichen) sorgt für Abwechslung, und auf die kommt es an.

Harness
Du kannst dir auch einen Harness umschnallen, der kann Cockring und Eierklemme zugleich sein. An ihm lassen sich sehr gut Gewichte hängen. Sind keine zur Hand, tut’s ein Stiefel. Du kannst deinen Sack auch mit Wäscheklammern spicken, bis er aussieht wie ein Igel.

Auf Wachs, Akupunkturnadeln und Stromspiele kommen wir in späteren Artikeln zu sprechen.

Hosenspanner
Extremere Abklemmungen erzielt man mit einem Hosenspanner: Entweder nur die Vorhaut oder den Schwanz, oder Schwanz und Eier zusammen – das ist verdammt eng. Diese Gerätschaft hat den Vorteil, dass sie zum einen in fast jedem männlichen Haushalt zu finden ist, zum anderen, dass man noch allerlei an den Bügel hängen kann, etwa Gewichte oder ’ne schicke Weihnachtskugel (ich scherze). Immer darauf achten, dass man keine wichtigen Dinge komplett abklemmt. Sind deine Genitalien bereits schwarz geworden oder fallen sie mit einem lauten Plumps zu Boden, hast du zu lang gewartet.

Bondage
Die Kunst, einzelne Körperteile mit Seilen zu verpacken, nennt man »Bondätsch«. Als Solist kann man die Ästhetik und das Gefühl (Druck, Enge, Pochen der Adern, pralle Haut) von einem gefesselten Schwanz oder abgebundenen Eiern bzw. Brustwarzen genießen. Dabei ist nicht nur das Resultat geil, sondern die Tat, das Fesseln an sich. Anfänger sollten nicht alleine spielen, sondern einen erfahrenen Praktiker um Aufsicht bitten (Wo war denn gleich meine Telefonnummer?). Verwende anfangs nur weiches Material, das mindestens fünf Millimeter Durchmesser hat, weil dünneres Blutgefäße und Nervenbahnen verletzen kann. Gehe langsam und vor allem vorsichtig vor. Achte darauf, dass du die Knoten schnell wieder lösen kannst, denn: Nach dem Orgasmus ist vieles nicht mehr erträglich, was vorher supergeil war. Auch nimmt die Durchblutung rapide ab.

Wenn du dich dann gefesselt hast, spiele mit den gefesselten Genitalien. Die hervorquellenden Eier sind empfindlicher fürs Streicheln, Reiben, Schlagen; sie werden gerne mit Alkohol besprüht oder angepinkelt.

Erst wenn du ein Gefühl für diese Praktik entwickelt und Erfahrungen gesammelt hast, wage dich an dünneres Material, Silberdraht (sehr schick!) und flechte enge Harnesse um deine Genitalien.

Einläufe

Medizinisch gesehen gibt man Flüssigkeiten in den Darm, um ihn zu reinigen, oder nutzt seine Fähigkeit zur schnellen Resorption, damit Medikamente vom Organismus schneller aufgenommen werden. Kleine Mengen (Zäpfchen) nimmt man kaum wahr, größere (ab 500 ml) dagegen schon, meist eher unangenehm. Und genau das kann der Kick daran sein. Der Darm zieht sich zusammen, um »den Fremdkörper« auszustoßen, und dagegen muss man »ankämpfen«. In dieser Spannung fühlt sich mancher sehr wohl; dem Wichsen verleiht es eine besondere Note.

Ausprobieren schadet nicht. Spätestens wenn du dich in die analen Freuden »vertiefen« möchtest, solltest du ohnehin lernen, wie eine Darmspülung funktioniert. Apparaturen gibt es in Sexshops oder Sanitärfachgeschäften. Geübte schrauben einfach den Duschkopf ab. Die Gefahr dabei: Ein scharfes Gewinde macht Geschnetzeltes aus deiner Rosette, und wer die Wassertemperatur nicht im Griff hat – das lustige Kalt/heiß-Spiel von Gasboilern in Altbauten ist zwar für anregende Massageduschen geeignet, nicht aber für empfindliche Enddärme –, zieht sich fiese Beschwerden zu. Tja, danach brauchst du nur noch ein freies Klo in deiner Nähe.

Ganz Schlaue reichern die Spülflüssigkeiten an, um bestimmte Wirkungen hervorzurufen. Aber vergiss die schnelle Resorption nicht! Schon ein kleiner Wodka macht dich im Nu sturzbetrunken. Aspirin prickelt zwar geil, dämpft aber das Schmerzempfinden. Lieber Mineralwasser nehmen (aber nicht aus dem Kühlschrank!). Und Poppers gehört da gar nicht rein, denn das verätzt die Schleimhäute – Halleluja!

Waxing

Als Kind spielte ich mit meinem Bruder »Traust du dich?«. Den Finger in flüssiges Wachs tauchen und warten, bis es eine dicke Schale auf der Fingerkuppe bildet. Das Aufregende daran war die Überwindung. »Traust du dich auch?« Dann solltest du Folgendes beachten:

So spaßig der mäßige Hitzereiz ist, so unspaßig ist es, wenn man mit Brandblasen davonzieht. Daher Finger weg vom Bienenwachs, denn das brennt heißer als die gewöhnlichen Stearinkerzen. Wichtig auch den Durchmesser zu beachten: Dicke Kerzen produzieren schnell viel flüssiges Wachs, dünne tröpfeln nur. Teelichtreste auf diese Weise loszuwerden, sorgt für verbrannte Flossen (dabei geht selbst der beste Nagellack zum Teufel). Und vielleicht willst du auf die Farbe achten – natürlich sollte die Kerze zu deiner Bettwäsche passen.

Günstigerweise platziert man das Kerzchen in Reichweite zur Spielwiese. Wenigstens beim ersten Mal rate ich dir dringend, deine Haut vorher einzuölen; das schützt vor Verbrennungen und hilft, das Zeug danach leichter wieder abzupellen. Behaarte müssen sich auf ein ziemliches Geziepe einstellen.

Zum Herantasten würde ich dir die Oberseiten der Unterarme empfehlen. Auf der Brust wird es dann schon spannend, auf den Warzen sowieso. Die Genitalien würde ich erst einbeziehen, wenn du am »Vorspiel« gefallen gefunden hast, denn die sind natürlich um ein Vielfaches empfindlicher.

Übrigens solltest du dich nie einfach beschütten, nach dem Motto »Jetzt oder nie«. Waxing ist ein Reizspiel, »Dröpje for dröpje« lautet der Wahlspruch. Auch die Entfernung, aus der man dröbbelt, ist wichtig. Je größer, desto mehr ist es ein Psychospiel (Angst vor dem Schmerz), je geringer, desto mehr ist ein Sinnesreiz (tatsächlicher Schmerz).

Wassersport

Golden Shower in Kontaktanzeigen steht nicht für eine teure Badezimmerausstattung. Und NS hat nichts mit Nationalsozialismus zu tun. Es geht um Pinkeleien. Für manchen ist das Spiel mit der eigenen Pisse Lust steigernd, für andere ist allein schon die Vorstellung Ekel erregend. Du solltest es einfach mal ausprobieren, schon um falsche Scham zu überwinden und der Angst vor dem Urin (der, solange du nicht unter Nierenfunktionsstörungen oder Harnwegsinfektionen leidest, hygienisch rein ist) entgegenzutreten. Die Dusche ist ein geeigneter Ort, um Schwellenängste abzubauen. Ziele zuerst auf deine Füße, Beine oder Hände. Wenn du dich hinlegst, erwischst du leicht den Bauch, mit etwas Druck sogar das Gesicht. Findest du Spaß daran, bitte (d)einen Partner darum, dich anzupissen.

 

NaCL Lösung

Viele Männer wollen komischerweise wissen, was man sich in den Sack spritzen kann, um ihn so schön prall zu bekommen, wie das auf manchen Bildchen zu sehen ist.

NaCl ist physiologische Kochsalzlösung, heißt, es entspricht in etwa der Osmolarität von Blutplasma und kann deshalb vom Körper sehr gut resorbiert werden. In den Hodensack gespritzt, sorgt es für ein pralles, schweres Gefühl, das einem vorübergehend das Gefühl gibt, mehr zwischen den Beinen zu haben, als da wirklich ist. Und wer hat da schon jemals zu viel? Mit vorübergehend meine ich, dass die Lösung nach und nach vom Körper wieder aufgenommen wird, und der Sack nach einigen Stunden wieder auf seine Normalgröße schrumpft, pro 100 ml etwa ein bis zwei Stunden.

Nicht wirklich stolz machen einen die Schmerzen, die eine Infektion verursacht – falls man nicht steril gearbeitet hat. Also: Wer nicht weiß, wie’s geht, soll die Finger davon lassen. Findest du einen Fachmann oder bist du selbst Arzt oder Krankenpfleger, solltest du es die ersten Male nicht übertreiben. 500 ml sind mehr als genug. Vergiss nicht, es wird Stunden dauern, bis du wieder in deine enge 501 reinpasst.

Eine ganz schlechte Idee ist es, sich Silikon aus dem Baumarkt da hineinzuspritzen, weil man glaubt, es wäre dasselbe, womit sich Frauen den Busen vergrößern lassen. Dazu muss ich wohl nicht mehr sagen. Aber ich beantworte gerne noch öffentlich die Frage, ob man sich statt NaCl auch Luft reinblasen kann. Technisch geht das sehr einfach, problematisch nur, dass Luft, nicht wie NaCl vom Körper resorbiert wird, sondern durch den Beckenboden in den Bauchraum aufsteigt. Das Gefühl, einen Pups quer sitzen zu haben, ist vielleicht noch lustig, richtig unangenehm wird es, wenn die Luft auf Lunge und Herz drückt, weil das Beklemmung und Atemnot verursacht. Um einen operativen Eingriff kommt man dann nicht herum.

Elektro

Es gehen Geschichten um, dass Leute Modelleisenbahntrafos für so was benutzen. Das ist keine gute Idee, denn das kann böse Konsequenzen nach sich ziehen: Verbrennungen, Nervenschädigungen, Herzrhythmusstörungen, Tod.

Medizinisch gesehen ist es bedenklich, Elektroden oberhalb des Herzens anzusetzen. Das schließt also den Kopf, aber auch schon die Brustwarzen ein. Dass man das nicht in der Badewanne macht, dürfte klar sein, und Leute mit Herzschrittmachern haben auch nicht viel Freude daran.

Wenn du trotzdem in den Genuss von Prickeln, Bitzeln und krassen Schmerzen kommen willst, wende dich professionellen Geräten zu. Dabei erfährst du auch, wie man’s richtig macht, ohne Schaden zu nehmen. Zudem kannst du dir nette Zusatzteile kaufen, die du selbst schlecht basteln kannst, Buttplugs mit Elektroden etwa oder die kleinen Rädchen, wie sie die Mama früher zum Markieren von Stoffzuschnitten verwendet hat. Klammern, mit denen man Piercings unter Strom setzen kann …

Viagra, Cialis & Co.

Alle »Erektionsverstärker« blockieren das Enzym PDE-5 und verhindern dadurch das Abschwellen deines Steifen für mehrere Stunden (Viagra 4, Cialis 72). Die Erregung aber nehmen sie dir nicht ab, weshalb man sie nicht mit Aphrodisiaka verwechseln sollte. Nicht unerheblich die Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Gesichtsrötung, Reizungen der Schleimhäute, Magenbeschwerden … In seltenen Fällen kann sich sogar Priapismus einstellen, die schmerzhafte Dauererektion, die eine dauerhafte Schädigung der Schwellkörper nach sich ziehen kann. Zusammen mit der Szenedroge Poppers kann der Blutdruck lebensgefährlich abfallen und Herzstillstand eintreten. Die Langzeitfolgen sind noch nicht abzusehen. Wie ich schon sagte, weiß noch kein Mensch, ob einem nach Jahren regelmäßiger Einnahme nicht der Schwanz abfällt. Das mag einen 60-Jährigen sehr viel weniger interessieren als jemanden, der schon mit 25 damit anfängt. Was allerdings ganz doof ist: die meisten haben nach dem ersten Orgasmus zwar immer noch einen Ständer, aber keine Lust auf Sex mehr.

Apropos, der neue Hammer heißt PT-141. Der kanadische Sexualpsychologe James G. Pfaus sagt darüber: »Unser Medikament imitiert und verstärkt ein natürliches Hormon, das auch beim ganz normalen Sex im Gehirn aktiviert wird. Es steigert sehr schnell und unmittelbar die Lust und das sexuelle Begehren nach dem Partner.«  Viagra, Cialis und Levitra sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz rezeptpflichtig, und müssen daher vom Arzt verschrieben werden. Aber die kauft man ohnehin nicht in der Apotheke, weil sie übers Internet viel billiger zu haben sind. Eine Cialis geht da schon für 10 Euro über den Ladentisch.

 

Spanische Fliege

Gilt als das älteste Aphrodisiakum der Welt. Es wird aus dem gleichnamigen Käfer gewonnen, der in Südeuropa und Nordafrika zu finden ist. Wird er in getrockneter und pulverisierter Form gegessen, fördert das die Durchblutung und damit die Erektion. In zu hoher Dosis eingenommen ist die spanische Fliege jedoch pures Gift. Schon 4 mg gelten als Überdosis. Das Zeug, was man in Sexshops zu kaufen kriegt, ist in der Regel jedoch harmlos – auch in seiner Wirkung.

 

Drogen

Nicht zuletzt kann man das (Selbst)liebespiel auch mit allerlei Chemikalien aufpeppen.
Drogen sind ein wirklich sehr umfangreiches Kapitel und wir geben grundsätzlich immer die Empfehlung, Drogen nur mit Menschen auszuprobieren, die Dir wohlgesonnen sind und auf Dich aufpassen, damit Du wieder heil „runterkommst“.

Eine sehr gute Seite, die über alle Drogen Bescheid weiß: http://www.pille-palle.net/Pille-Palle/main.php

Toter Mann, die 2-te

Diese Technik brauchst du, wenn du Sex in Augenblicken haben möchtest, in denen du nicht allein bist, zum Beispiel wenn dein Liebhaber zwar keine Lust auf Sex mit dir hat, aber die Meinung vertritt: mit sich alleine spielen = fremdgehen = schlecht = Trennung = Kleider aus dem Fenster schmeißen.

Dafür musst du neben den unsichtbaren Wichsbewegungen lernen, beim Hochschaukeln ruhig und gelassen weiterzuatmen und beim Kommen die Klappe zu halten. Ein Blick in den Spiegel wird dir verraten, ob du dabei die Augen verdrehst, schielst und blinzelst. Üben, üben, üben.

Um anderen Anwesenden deinen Orgasmus zu verbergen, musst du jetzt nur noch lernen, wie man kommt, ohne abzuspritzen. Das bietet sich auch dann an, wenn man sich in Situationen befindet, in denen herumfliegendes Sperma nicht wirklich zum Wohlgefühl aller beitragen würde. Sagen wir mal unterm Schreibtisch im Großraumbüro (Putzfrauen sind angehalten, so etwas zu melden!), in Umkleidekabinen (einfach weil es eine Sauerei ist, so egoistisch zu sein) oder im Schwimmbad (klar gibt es Leute, die mit ungewaschenem Arsch ins Becken gehen oder die einfach reinstrullern, aber deshalb musst du doch noch lange nicht reinwichsen. Mehr zum spermafreien Kommen im nächsten Artikel).